Zinsen

Jeder, der sich schon einmal mit dem Thema Finanzen beschäftigt hat, stößt früher oder später auf das Thema Zinsen. Schließlich lässt sich über den Zinseszins Effekt aus einer kleinen Summe ein kleines Vermögen machen. Doch wieviel Zinsen bekommt man bei welcher Kapitalanlage? Und welche Steuern fallen dann an?

Man unterscheidet hierbei zwischen Guthabenszinsen und Zinsen, die man auf geliehenes Geld zahlen muss. Das Zinsniveau orientiert sich am sogenannten Leitzins, dem Zinssatz, den die Kreditinstitute untereinander veranschlagen. Die Zinshöhe unterliegt zahlreichen Faktoren, unter anderem der Stabilität der Währung, der allgemeinen Wirtschaftslage und dem Finanzbedarf der Banken.

Bei den klassischen Tagesgeldkonten können Zinsen zwischen 2,1 und 1,5% pro Jahr. Leider hat die hohe Verfügbarkeit des Kapitals seinen Preis – niedrige Zinsen. Denn beim Tagesgeldkonto kann man über sein Geld binnen weniger Tage oder gar Stunden verfügen. Ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Anlagen. Wer auf Festgeld setzt erzielt schon rund 3% bis 1,6 % Zinsen pro Jahr, muss aber mindestens 48 Monate lang auf sein Geld verzichten. Es ohnt sich ein gründlicher Vergleich der Zinsen und Konditionen, denn einige Anbieter, die ein vermeindlich hohes Zinsniveau bieten, holen sich Ihr Geld dann über Kontoführungsgebühren zurück.Ausserdem sollte man regelmäßig alle Angebote überprüfen, denn die Zinsen orientieren sich am aktuellen Zinsniveau und verändern sich permanent. Höhere Zinssätze erhällt man bei der Geldanlage in Wertpapiere. Hier hat man allerdings auch ein wesentlich höheres Verlusrisiko.

Wenn man im Begriff ist sich Geld zu leihen, z B für ein neues Auto oder gar für den Kauf einer Immobilie, so sind die Zeiten im Moment sehr günstig, wegen des niedrigen Zinsniveaus. Während man früher mit viel Mühe Zinsen unter sechs Prozent bekam, ist eine Baufinanzierung heute schon bei 2,58 % möglich. Für sogenannte Kleinkredite, also Geldanleihen mit einem Betrag in Höhevon beispielsweise 10 000 Euro werden hingegen vier bis sechs Prozent fällig. Die Höhe der Zinssätze errechnet sich auch nach der Dauer der Beleihung, dem eignen Einkommen, dem bisherigen monetären Lebenslauf und nach der Höhe des zu finanzierenden Betrages.

Wer Kapitalerträge erwirtschaftet, egal ob aus Zinsen oder aus Dividenden, der muss diese auch leider versteuern. Es gibt jedoch Freibeträge, bis zu dem Betrag kann man seine Einkünfte komplett unversteuert behalten, jedoch muss jedes erzielte Einkommen in der Steuererklärung angegeben werden. Liegt das Zinseinkommen über den Freibeträgen, so leitet die Bank 30% des darüberliegenden Einkommens an den Staat weiter. Die Freibeträge teilt man der Bank mit Hilfe des Freistellungsauftrages mit. Versäumt man den Freistellungsauftrag gehen automatisch 30% der Einnahmen an den Staat, erst nach der Einkommenssteuererklärung erhält man zu viel gezahltes Geld zurück. Wer kaum Einkommen hat, kann der Bank auch einen Nichtveranlagungsbescheid einreichen.