Steuerliche Aspekte bei Geld- und Kapitalanlagen

Sparen ist bei den Deutschen beliebt wie nie zuvor. Viele Anleger sehnen sich nach einer gewissen finanziellen Sicherheit in den heutigen Zeiten der Finanzkrise. Spekulieren und Risiken eingehen wollen nur noch die wenigsten Anleger. Sicherheit ist somit das oberste Gebot für die Mehrheit der Sparer bei einer Geldanlage.

Ob nun das klassische Sparbuch oder die Festgeldanlage: die steuerlichen Aspekte von Zinserträgen und Sparformen sollte man bei der Auswahl der jeweiligen Geldanlage nicht vernachlässigen.

Die steuerlichen Gesichtspunkte bei der Wahl der Geldanlage nicht vernachlässigen

So hat die Besteuerung von Zinseinkünften einen deutlichen Einfluss auf die Rendite, mit der der Anleger rechnen kann. Entsprechend sollte dieser Aspekt bei allen Anlageentscheidungen berücksichtigt werden. Steuern müssen vom Anleger auch auf Zinserträge, die beispielsweise mit einem Festgeldkonto, einem Tagesgeldkonto oder einem Sparbuch erzielt werden, an das zuständige Finanzamt entrichtet werden.

Seit dem Jahr 2009 hat das deutsche Steuerrecht einen gewissen Umbruch hinsichtlich der Behandlung von Einkünften aus Kapitalvermögen erlebt. Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abgeltungssteuer, bei der alle Erträge, unabhängig von der jeweiligen Art, mit einem pauschalen Satz von 25 Prozent besteuert werden. Hinzu kommen eventuell noch die Kirchensteuer und der Solidaritätszuschlag von 5,5 Prozent.

Bis zum Ende des Jahres 2008 war es üblich, dass Zinseinkünfte mit dem persönlichen Steuersatz des Anlegers besteuert wurden.

Steuern sparen bei Kapitalerträgen

Sparer können jedoch einen jährlichen Freibetrag beim Finanzamt geltend machen. Innerhalb dieses Freibetrags können Zinserträge steuerfrei vereinnahmt werden. Bis Ende des Jahres 2008 war dieser Freibetrag als Sparerfreibetrag bekannt. Seit dem Jahr 2009 wird er Sparerpauschbetrag genannt. Die Höhe beträgt exakt 801 Euro pro Person.

Für die Nutzung des Sparerpauschbetrages muss der Anleger der kontoführenden Bank einen entsprechenden Freistellungsauftrag für Kapitalerträge erteilen. Dieser lässt sich selbst verständlich auf verschiedene Finanzinstitute aufteilen.

Verfügt man neben Zins- oder Kapitalerträgen über kein weiteres Einkommen oder liegt das zu versteuernde Einkommen unter der aktuell gesetzlich festgelegten Grenze, kann eine sogenannte Nichtveranlagungsbescheinigung beim zuständigen Finanzamt angefordert werden. Hierdurch wird es ermöglicht, dass im Rahmen der Freibeträge auch Zins- und Kapitalerträge sowie Dividenden steuerfrei vereinnahmt werden können.

Infos gefunden auf: www.sparbuecher.net