Die Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer berufsunfähig wird, erhält vom Staat nicht genug Hilfe, um den Lebensunterhalt finanzieren zu können. Daher sollte jeder eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. Egal um welchen Beruf es sich handelt – jeder kann die Fähigkeit verlieren, seinen Beruf vollständig ausüben zu können. Bereits jeder vierte Deutsche erleidet dieses Schicksal. Wer dann nicht privat abgesichert ist, kann selbst durch die volle gesetzliche Erwerbsminderungsrente nur rund 30 Prozent seines vorherigen Bruttogehalts erwarten. Dadurch entsteht eine Versorgungslücke, die nur mit einer privaten Versicherung geschlossen werden kann.

Beim Versicherungsvertrag ist es wichtig, auf einige Punkte besonders zu achten. Wer bereits bei 50-prozentiger Berufsunfähigkeit die vereinbarte Rente erhalten und keinen anderen Beruf aufnehmen möchte, braucht eine Vollversicherung. Dies bedeutet, dass der Vertrag keine sogenannte „abstrakte Verweisung“ vorsehen darf.

Auch die Leistungsdauer ist bei der Berufsunfähigkeitsversicherung ganz entscheidend. Viele Anbieter zahlen bei Risikoberufen nur bis zur Vollendung des 55. oder 60. Lebensjahrs. Besser abgesichert ist man, wenn man bis zum Rentenalter Zahlungen erhält.

Ebenfalls zu beachten ist die sogenannte „Karenzzeit“. Manche Anbieter leisten erst nach Ablauf einer Zeit von 6, 12, 18 oder 24 Monaten nach Beginn der Berufsunfähigkeit. Wer eine lange Karenzzeit festlegt, zahlt in der Regel weniger als bei einer kürzeren Variante. Eine lange Karenzzeit empfiehlt sich aber nur, wenn man anderweitig finanziell abgesichert ist. Vor einem Versicherungsabschluss sollte man Tarife vergleichen, um eine gute Berufsunfähigkeitsversicherung finden zu können.